Die Teutonisierung des Schweizerdeutschen

In letzter Zeit bin ich (wieder einmal) über einige Teutonisierungen im Schweizerdeutschen gestossen. Zum Beispiel – obschon nach der Ansicht gewisser Leute ein grenzwertiger Fall ist – die Ampel. Oder wie ich es in Mundart gehört habe: “d’Ample”.

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Nein, das klingt falsch! In der Schweiz sagen wir dazu in den meisten Fällen “s’Liechtsignal” aber doch nicht “Ample”! Genau so wenig wie wir “grillen” (statt grillieren) oder Fahrrad (statt Velo) sagen.

Nun ja. Bei meiner Recherche ob nun auch Ampel korrekt ist oder nicht, bin ich auf einen interessanten Blog gestossen, der die Verdeutschung auf den Punkt bringt: https://blog.psy-q.ch/schweizerdeutsch/ Und da steht dann eben auch, dass es in der Schweiz Lichtsignal heisst, und nicht Ampel.

Ich erlaube mir hier eine kleine Auswahl von Helvetismen aus dem Blog zu kopieren:

  • Es heisst nicht Hähnchen sondern Poulet
  • Fahrrad heisst Velo
  • Gehsteig heisst Trottoir (Sprich: „Trottuahr“)
  • Geldbeutel heisst Portemonnaie
  • Man zieht nicht um, man zügelt
  • Parken heisst parkieren
  • Grillen heisst grillieren
  • Vereinbaren heisst abmachen
  • Der Fahrschein ist das Billet
  • Ein Pfand ist ein Depot (Das Tram- oder Busdepot ist aber auch ein Depot)
  • Der Reisebus heisst Car
  • Hausschuhe sind Finken
  • Die Autowerkstatt ist eine Garage, die Garage zuhaus aber auch
  • Innerhalb ist innert („zahlbar innert x Tagen“)
  • Sahne ist Rahm
  • Eine Ampel ist ein Lichtsignal
  • Im Nüsslisalat hat es keine Nüsse (okay, manchmal schon), das ist ein Feldsalat
  • Die rote Beete heisst hier Rande
  • Etwas süsses (im Sinne von „oooh, wie süss!“) ist herzig

Quelle: https://blog.psy-q.ch/schweizerdeutsch/page/4/