Neuzugänge: Shinkansen, RAm TEE und Union Pacific

Shinkansen

Eine gewisse Affinität zu Japan kann ich nicht verleugnen. Hatte ich doch kürzlich eine positive Erfahrung mit meiner Bestellung aus Japan (こんにちは (Konnichiwa) aus Japan) und auch Trams von dort sind bereits bei mir im Einsatz (Kato- vs. Tomytec-Trams).

So konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einen bei einer kürzlichen Auktion übrig gebliebenen Shinkansen zum Schnäppchenpreis zu erstehen.

Das Modell stammt gemäss Nachfrage beim Hersteller KATO aus den 1980er Jahren. Eine undatierte aber offenbar aus dieser Zeit stammende Katalogseite zeigt das Modell:

Meine Nachfrage an den Hersteller hatte auch den Hintergrund zu erfahren, in welcher Reihenfolge die Wagen korrekt zusammengesetzt werden. Auf Grund der Details aus der Katalogseite habe ich es hoffentlich geschafft, den Triebzug korrekt aufzugleisen.

Obwohl das Modell bereits rund 40 Jahre alt ist, waren erste Fahrversuche auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke erfolgreich!

Thematisch passt der Zug zwar genauso wenig in die Sammlung wie der Schienenbus aus Deutschland. Aber ein Hingucker ist das Modell allemal!


RAm TEE

Der zweite Neuzugang ist eine längst überfällige Ergänzung meiner Sammlung: Der SBB RAm TEE (Minitrix 12224) Dieseltriebzug. Der kurze vierteilige Triebzug, von dem es nur 5 Stück gab, hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Nachdem er bei der SBB im Einsatz war, wurde er nach Kanada verkauft und war für die Ontario Northland Railway (ONR) im Einsatz. Auch in dieser Farbgebung gibt es den Zug als Modell. Leider ist dieses Set aber wirklich sehr rar und sehr teuer.

Mein Modell habe ich bei einem spanischen Händler erstanden, nachdem ich Jahre lang immer wieder verschiedenste überteuerte Angebote auf den einschlägigen Verkaufsplattformen im Auge hatte. Es ist in einem sehr guten Zustand:

Die Fahreigenschaften waren nach x-Jahren in der Verpackung allerdings etwas mager. Die beiden Schnecken sowie die beiden Drehgestelle im Ultraschallbad 15 Minuten gebadet und nach dem Zusammenbau etwas geölt. Schon fährt der schöne Zug wieder einwandfrei.


Union Pacific

Auch dieses Modell (Kato 176-265 und 176-263) passt thematisch überhaupt nicht in meine Sammlung. Doch diese grossen, starken und in einer schicken gelben Farbgebung gehaltenen amerikanischen Diesellokomotiven gefallen mir einfach.

Die als EMD-E-Serie bekannten Lokomotiven wurden von der General Motors Electro-Motive Division (EMD) gebaut. Diese Baureihe wurden von 1937 bis 1963 produziert.

Die Union Pacific Railroad hatte insgesamt 24 A-Units (Nummern 925–942) und 24+4 B-Units (926B–949B). Eine solche B-Einheit fehlt mir leider noch.

In den USA wurden für die Beförderung schwerer Güterzüge in Mehrfachtraktion führerstandslose Diesellokomotiven entwickelt, die man als B-Unit oder als Booster bezeichnete. Diese wurden von einer A-Unit, also einer Lokomotive mit einem Führerstand, aus gesteuert.

Der digitale Einsteig – Teil 1

Von Analog zu Digital

Meine Modelleisenbahn ist bisher analog betrieben worden. Mit analogen Loks, analoger Weichensteuerung und ohne Computer-Steuerung. Der geplante Umbau der Anlage hat mich dazu bewogen darüber nachzudenken, zumindest die Weichen künftig über den Computer steuern zu lassen. Also digital steuern. Digital fahren kommt für mich aber weiterhin nicht in Frage. Primär aus dem Grund, dass ich den Aufwand und die Kosten abschrecken alle Loks zu digitalisieren zumal gewisse Loks keinen Stecksockel haben wo man einfach einen Decoder einstecken könnte.

Trotzdem wollte ich aber die Möglichkeit haben, das digitale fahren zumindest testen zu können. Beispielsweise dann, wenn ich eine Lok mit Decoder ersteigert habe, die ich gerne auf die Funktionsfähigkeit testen möchte.

Schritt 1: Beschaffung einer Zentrale

Zum Thema Digitalisierung und Digitalzentrale gibt es bereits unzählige Artikel. Da ich die Zentrale nur für Testzwecke benötige habe ich mich entschieden, ein günstiges Produkt zu kaufen. Fleischmann bietet preiswerte z21 start Digitalset an. Da ich aber weder Gleise noch Züge benötige, sondern nur die Zentrale welche es nicht einzeln zu kaufen gibt, habe ich mich Online-Markplätzen umgeschaut und bin dort fündig geworden. Eine neue z21 start mit Multimaus und Netzteil für 100 CHF. Ein faires Angebot.

Der Aufbau und Anschluss der Zentrale ist recht einfach und gut dokumentiert. Ich habe an meine Zentrale ein Kato Gleisanschlusskabel angeschlossen. Dazu habe ich auf der einen Seite des Kabels den Stecker abgeschnitten, sodass ich das Kabel mit dem Decoder (Gleisausgang) verbinden konnte.

Schritt 2: Decoder einbauen

Wie oben erwähnt habe ich nicht vor digital zu fahren. Rein aus Interesse habe ich aber dennoch eine meiner Loks digitalisieren wollen. Dazu habe ich die Städtelok “Stadt Basel” genommen und einen passenden Decoder gekauft. Gemäss Beschreibung hat die Lok eine “Steckschnittstelle nach NEM 651 zum Einbau eines Decoders”.

Decoderhersteller gibt es auch zahlreiche. Auf Empfehlung eines befreundeten Modelleisenbahners habe ich auf das Produkt der Marke “ESU” gesetzt und einen LokPilot 5 micro DCC, 6-pin Direkt (Artikel-Nr. 59827) gekauft.

Wichtig bei der Auswahl des Decoders ist, dass er auch analog eingesetzt werden kann. Die meisten modernen Decoder haben diese Eigenschaft und dies entsprechend auch dokumentiert.

Der “Waschzettel”, also die Bedienungsanleitung der Lok, hilft beim Öffnen der Lok und korrekten Einbauen des Decoders.

Standardmässig ist bei einer anlogen Lok also bereits ein sogenannter Brückenstecker verbaut der nun gegen den eigentlichen Decoder ausgetauscht wird. In meinem Beispiel sieht der eingebaute Brückenstecker so aus:

Nun kann der Brückenstecker abgezogen werden. Der Brückenstecker und der neue Decoder im Vergleich:

In meinem Beispiel hat der Decoder noch einen Kabelbaum. Man kann die Kabel mit etwas spatzig (man weiss nie, ob man den Anschluss doch irgendwann mal noch braucht) abknipsen und dann mit etwas Isolierband auf der Platine fixieren. Einfach schauen, dass die Mechanik nicht behindert wird und keine blanken Stellen vorhanden sind.

Ich habe mich entschieden, die Kabel nicht abzuknipsen sondern einfach (vermutlich weniger fachmännisch) zu fixieren.

Dann, Gehäuse wieder montieren und fertig ist der Einbau des Decoders.

Schritt 3: Lok erfassen und Decoder programmieren

Im letzten Schritt muss die Lok in der Multimaus erfasst (angemeldet) und auf die gewünschte Adresse mit der sogenannten Konfigurationsvariable 1, kurz CV1, programmiert werden. Zum Programmmieren wird am einfachsten ein Programmiergleis erstellt und an den Decoder angeschlossen:

Lok anlegen

Die Erfassung geschieht über die Multimaus in folgenden Schritten:

  1. Mit den Pfeiltasten “NEU ?” auswählen und mit OK bestätigen.
  2. Danach der Lok einen Namen geben, z.B. Basel, und mit OK bestätigen.

3. Nun wird die Lokadresse (also die CV1) abgefragt. Standardmässig erscheint 3 als Adresse. Da die meisten Loks mit der Adresse 3 ausgeliefert werden sollte die Adresse also geändert werden. Ich habe mich für 32 entschieden. Dies eingeben und mit OK bestätigen.

4. Nun kann die Anzahl der Fahrstufen ausgewählt werden. Ich belasse dies auf dem Standard von 128 und bestätige mit OK.

Nun ist die Lok in der Bibliothek unter dem Namen “Basel” und der Adresse “32” gespeichert.

Lok programmieren

Die Lok selbst ist nun aber noch nicht auf die Decoderadresse 32 programmiert. Ab Werk erhalten die meistens Loks respektive die Decoder den Wert 3. Die werkseitige Lokadresse findet sich meistens in der Bedienungsanleitung. Nun muss die Lok auf das Programmiergleis gestellt und auf der Multimaus folgende Schritte ausgeführt werden:

  1. Die Tastenkombination MENU + 1 drücken. Damit versucht die Multimaus die auf dem Programmiergleis stehende Lok zu erkennen. Falls das erfolgreich ist, erscheint W=3 auf dem Display

2. Nun kann dieser Wert mit dem zuvor in der Lok-Bibliothek definierten Wert, in meinem Beispiel 32, überschrieben werden und die Eingabe mit OK bestätigen.

Nun hat der Lok-Decoder auch die Adresse 32.

Fertig.


Im nächsten Blog-Beitrag geht es dann um das digitalisieren von Weichen und Steuern der Weichen über den Computer.

CNL-Wagen von L.S. Models

Wie bereits berichtet (siehe Neuzugänge: CNL und Graue Maus) habe ich mir die City Night Line-Wagensets von L.S. Models zugelegt.

Der Minimum-Radius

Bereits bei der Recherche und vor dem Kauf wurde ich darauf hingewiesen, dass die Wagen einen Minimum-Radius in Kurven von 228 mm verlangen. Auf dem Kato Unitrack-Kreis habe ich einen Minimum-Radius von 249.5 mm – also kein Problem.

Die erste Fahrt endete dann aber doch abrupt, da sich einige Wagen in der Kurve aus der Schiene hoben, wie in diesem Bild erkennbar:

Nach einer entsprechenden weiteren Recherche in den einschlägigen Modellbahnforen ergab sich leider ein ernüchterndes Bild. Im Gegensatz zum Problem mit dem Autoverladezug (Pimp my BLS Autoverladewagen-Zug), wo die Ursache eine schlechte Verarbeitung war, ist hier die Ursache auf eine sehr detailgetreue Verarbeitung zurückzuführen. Die Wagen haben eine sehr massstäbliche Kastenkonstruktion.

Die Hauptursache ist, dass die Kupplungen den Wagenkasten berühren und an den Puffern hängen bleiben.

Die Modellbahnkollegen haben die Probleme mit dem Entgleisen mit unterschiedlichen “Workarounds” behoben, wie z.B.:

  • Austausch der Kupplungen
  • Abschleifen un/oder Entgraten gewisser Teile
  • Höherlegen der Drehgestelle
  • Lockern der Drehgestellschrauben

Austausch der Kupplungen

So habe ich die erste und einfachste Art der Problembehebung getestet: Austausch der Standard-Kupplungen durch eine Fleischmann Profi-Kupplung. Und siehe da: Er entgleiste nicht mehr!

Im Vergleich der Standard- und Profi-Kupplung ist ersichtlich, dass die Profi-Kupplung deutlich passgenauer und tiefer liegt. Das reicht schon aus, damit in den Kurven die Kupplung unter den Puffern durchscheren mag.

Fazit

In meinem Fall konnte ich das Problem mit dem einfachen Austausch der Kupplungen lösen. Das muss natürlich nicht für alle Fälle gelten. Aber ein Versuch ist es allemal wer, bevor man den Zug entweder wieder veräussert oder sich mit der Feile daran betätigt.

Neuzugänge: CNL und Graue Maus

Meine Fahrzeugsammlung hat wieder zwei Neuzugänge zu verzeichnen:

City Night Line (CNL)

Die City Night Line-Komposition besteht aus zwei Wagensets von L.S. Models. Die Firma L.S. Models ist eine luxemburgisch/belgische Firma, die sich die Herstellung von feinen, vorbildgetreuen Modellbahn-Fahrzeugen und Zubehör nach europäischen Vorbildern zur Aufgabe gemacht hat.

Die beiden Wagensets (Artikel-Nummern 79001 und 79002) wurden 2007 produziert und sind grundsätzlich ausverkauft. Wie so oft konnte ich dank unermüdlicher Recherche die Sets noch auftreiben. Ein Set war noch bei einem Händler in Schweiz auf Lager, das andere Set konnte ich bei einem niederländischen Händler ergattern und per DHL zusenden lassen. Selbstverständlich nicht ohne die üblichen Verzollungskosten und der Mehrwertsteuer-Abgeltung.

Details: City Night Line

RABe EuroCity alias Graue Maus

Sehr günstig konnte ich die “Graue Maus” erwerben (Hobbytrain 14100). Das Fahrzeug war als defekt bei einem bekannten Second Hand-Händler angeboten worden. Dank einem einfachen Austausch der defekten Kupplungen ist die Komposition nun wieder fahrfähig (https://www.sciurus.ch/2021/02/08/die-tuecken-mit-dem-hobbytrain-tee/).

Der RABe EuroCity ging aus dem RAe TEE II hervor. Nach 30 Einsatzjahren wurden die Züge 1988/89 umgebaut und es wurden auch Sitze in der zweiten Klasse angeboten. Das klassische Farbbild Elfenbein/Rot verschwand und sie wurden in Hellgrau/Dunkelgrau gehalten, was ihnen den Übernamen “Graue Maus2 einbrachte. Die umgebauten Züge wurden auf den Strecken Zürich–Mailand und Zürich–Stuttgart eingesetzt, ehe sie auf Grund häufiger Störungen (Trafoschäden, Achsbrüche) die letzten Jahre nur noch als Zubringer zu TGV-Zügen zwischen Bern und Frasne verwendet wurden.

Auf diesem Zubringer von Bern nach Frasne habe auch ich das erste mal in diesem Zug gesessen.

こんにちは (Konnichiwa) aus Japan

Noch vor dem offiziellen Verkaufsstart in der Schweiz (und Deutschland) habe ich mir direkt aus Japan das neue Schmuckstück der RhB-Kollektion von Kato bestellt:

Der offene Aussichtswagen B 2097 mit der Kato Artikel-Nummer 5253 (Noch 7074058).

Sudoku zu schwer

Bei einem japanischen Händler hatte ich für ein paar Yen ingesamt gleich vier Stück bestellt. Mit DHL Express gings dann innert vier Tagen von Japan in die Schweiz.

Das Paket kam absolut unbeschadet an und die vier Wagen waren sorgfältig in japanische Zeitung und Luftpolsterfolie eingewickelt.

Das in der Zeitung enthaltene Soduku konnte ich leider nicht lösen. Es war mir etwas zu schwer. Aber mit dem Rest des Inhaltes war ich absolut zufrieden!

Zwei verkauft, zwei behalten

Von den vier bestellten Wagen habe ich zwei verkauft und zwei behalten. Meine zwei Exexmplare haben sogleich Anschluss an den Bernina-Express gefunden:

Ingesamt ein wirklich ein sehr schönes und gelungenes Modell. Danke KATO!

Die Tücken mit dem Hobbytrain TEE

Dieser Artikel handelt von folgenden beiden Modellen:

  • Hobbytrain 1400, SBB RAe II 1051 – rot/crème
  • Hobbytrain 14100, SBB RABe 1055 – grau

Kenner dieses Modells wissen um die Tücken damit. Damit auch andere von diesem Wissen profitieren können, teile ich in diesem Beitrag mein Wissen um die beiden Modelle.

Zusammenstellung der Wagen

Das grösste Problem bereitet vermutlich das korrekte Zusammensetzen des Zuges. In der Anleitung wird enstsprechend auch darauf hingewiesen:

Beim Zusammenstellen des Zuges achten Sie bitte darauf, dass die Wagen so zusammengestellt werden, wie sie in der Verpackung liegen.

Beipackzettel Hobbytrain 1400

Aber, einmal aus der Verpackung genommen wird es nachträglich schwierig die korrekte Reihenfolge wieder zu erhalten. Das Problem ist, dass ausser den beiden Endwagen die Zwischenwagen nicht beschriftet sind. Abhilfe schafft tatsächlich nur ein “Trial and error”, also versuchen bis es klappt. Deshalb hier in hoffentlich guter Auflösung zwei Aufnahmen vom Zug in der Verpackung, wie er – zumindest auf meiner Anlage – fahrfähig ist.

Modell 1400

Modell 14100

14100

Interessanterweise unterscheidet sich die Reihenfolge der Wagen vom Modell 1400 zum Modell 14100.

Kupplungen (Verbindungsstück)

Die zweite Herausforderung sind die Kupplungen – auch Verbindungsstücke genannt. Auf den ersten Blick scheinen die Kupplungen auf beiden Seiten gleich gebaut zu sein:

In der Tat ist aber die Kupplung auf einer Seite 1 mm kürzer. Immerhin: Alle Kupplungen sind gleich, somit haben wir pro Zug fünf identische Kupplungen.

Deshalb ist beim Zusammenstellen der Wagen vorsicht geboten! Zum einen weil ein Seite nicht zwingend in eine Wagenseite passt. Eventuell muss die Kupplung gedreht werden. Zum anderen weil die feinen Messingdrähte sensibel sind und leicht verbogen werden können.

Ersatzteil-Information

Die Verbindungsstücke gibt es noch als Ersatzteile vom Fachhändler zu bestellen.
Artikel-Nummer: 14100-35 – Hobbytrain Verbindungsstück zu RAe TEE.

Dieses Ersatzteil passt auch für das Modell 1400.

Ganz oder gar nicht

Bei Fahrversuchen muss man wissen, dass der Zug ganz oder gar nicht fährt. Das bedeutet, es müssen alle Wagen 1) zusammengekuppelt sein, damit der Zug fährt. Der Motorwagen alleine fährt nicht!

1) Der Motorwagen muss mindestens mit den beiden Steuerwagen gekoppelt sein, damit der Zug in beiden Richtungen fährt. Ist nur ein Steuerwagen angekuppelt, fährt der Zug nur in eine Richtung.

Fazit

Das Modell hat seine Tücken. Fährt der Zug nicht bedeutet das nicht zwangsläufig ein Motorenschaden, sondern könnte einfach an der falschen Zusammenstellung oder defekten Kupplungen liegen. Ist der Zug aber erst einmal korrekt zusammengesetzt, fährt er wunderbar!

14100

Kato- vs. Tomytec-Trams

Zu Beginn eine Erklärung der verschiedenen Begriffe die im Zusammenhang mit den Kato- und Tomytec-Trams verwendet werden.

Tomytec, Tomix und Tomy

Die Firma selbst heisst seit 2006 Takara Tomy als Folge des Zusammenschlusses zwischen den Firmen Takara und Tomy.

Tomix (https://www.tomytec.co.jp/tomix) ist eine Marke der Firma Tomytec (https://www.tomytec.co.jp), einer Tochtergesellschaft der Takara Tomy. Es gibt aber sowohl Produkte unter der Marke Tomytec als auch Tomix! Der Unterschied sei hier erklärt:

Sehr allgemein werden unter der Marke Tomix primär Modelleisenbahnen vertrieben. Unter dem Namen Tomytec hingegen wird Spielzeug im Allgemeinen angeboten, unter anderem auch Modelleisenbahnen. Es gibt Abgrenzungen zwischen den Marken. Tomytec produziert beispielweise limitierte und unmotorisierte Sammlerobjekte (welche nachträglich motorisiert werden können).

Toyama, TLR

Die Abkürzung TLR steht für Toyama Light Rail und ist die Stadtbahn der japanischen Stadt Toyama auf der Insel Honshū.

Portram, LRT

Dort gibt es die Toyamakō Line, eine nach dem japanischen Prinzip “Light Rail Transit” (LRT) erstellte Stadtbahnstrecke. Sie fährt auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke von Toyama in die Hafenstadt Iwasehama.

Da die Strecke zum Hafen (eng. port) führt nennen sie die Einheimischen Portram. Das Rollmaterial des (oder der) Portram besteht aus ursprünglich sieben zweiteiligen Niederflurgelenktriebwagen des Typs TLR0600. Jedes Fahrzeug hat eine andere Farbvariante:

BezeichnungFarbeKato-ModellTomytec-Modell
TLR0601rot14801-1222187
TLR0602orange223849
TLR0603gelb14801-6223832
TLR0604gelb-grün222194
TLR0605grün14801-5223825
TLR0606blau14081-4223818
TLR0607lila14801-2222170

Nachträglich wurde noch ein 8. Fahrzeug mit der Bezeichnung TLR0608 und der Farbe silber eingeführt.

Übrigens, der Wagenkasten mit dem Buchstaben A ist mit einem Pantographen ausgestattet und steht in Fahrtrichtung Iwasehama. Der Wagenkasten B steht in Fahrtrichtung Toyama.

Centram

Eine zweite Linie wird unter dem Namen Toyama Toshin Line geführt und ist eine Ringlinie um den Bahnhof von Toyama und die Innenstadt. Diese Fahrzeuge des Typs De 9000 gibt es nur in drei Farbvarianten: Weiss, Silber und Schwarz. Auch das sind zweiteilige Niederflurgelenktriebwagen und haben den Übernahmen Centram, der aus einer Umfrage bei den Einwohnern hervorging.

Auf dem offiziellen Toyama City Travel Guide erfährt man (in Englisch) mehr über die beiden Linien.

Portram-Vergleich

Ein paar Monate auseinander haben Tomytec und Kato das gleiche Tram-Modell veröffentlicht. Auf den ersten Blick sehen beide Fahrzeuge identisch aus. Auf den zweiten Blick gibt es doch Unterschiede.

Modell Kato (Artikel-Nr. 14801-5)

Das Modell ist standardmässig motorisiert mit wechselseitiger Front- und Heckbeleuchtung sowie einer Innenbeleuchtung. Das Modell ist etwas detaillierter als das Tomytec-Modell und auch die Räder sind wohl massstäblicher und kleiner als beim Tomytec-Modell.

Weil der Antrieb wirklich sehr klein ist und direkt beim Drehgestellt verbaut wurde, blieb Platz den Innenraum auszugestalten.

Modell Tomytec (Artikel-Nr. 223832)

Das Modell liegt etwas schwerer in der Hand, was vermutlich auf den verbauten Motor zurückzuführen ist, welcher den ganzen Innenraum ausfüllt. Im Vergleich zum Kato-Modell liegt der Wagen etwas höher über der Schienenoberkante und kommt dank den Haftreifen auch gut weg. Allerdings hat dieses Modell dadurch keine Probleme beim Befahren von Weichen, wo hingegen das Kato-Modell ab- und zu hängen bleibt. Leider fehlt bei diesem Modell die Beleuchtung gänzlich, also auch keine Front- und Heckbeleuchtung.

Zudem muss das Tomytec-Modell mit einem motorisiertem Chassis TM-LRT01 (Artikel-Nr. 222163) nachgerüstet werden.

Fazit

Das Kato-Modell gefällt wegen des ausgestatteten und beleuchteten Innenraums, der feinfühligerern Fahrweise und der detaillierteren Ausarbeitung besser als das Tomytec-Modell.

Kamerafahrten mit neuem Zwischenwagen

Neue Perspektiven ergeben sich Dank dem neuen Rungenwagen (Flachwagen) der zwischen de, letzten Wagen resp. der Lokomotive und dem Kamerawagen gehängt wird.

Die Ergebnisse lassen sich durchaus sehen:

Fahrt mit einem RhB-Regionalzug über die innere Strecke.
Fahrt mit dem Leichtstahlwagen-Zug auf der äusseren Strecke.
Fahrt mit dem SBB RBe-Pendelzug NPZ-Look auf der oberen Strecke.

Brawa Standseilbahn

Kurz vor Weihnachten wird ein Weihnachtstraum wahr! Ich konnte eine vollständige und originalverpackte BRAWA Standseilbahn (Artikel-Nr. 6410, komplette Geschenkpackung) mit dazu passendem Gebäudesatz für die Berg- und Talstation (Artikel-Nr. 6411) – ebenfalls vollständig – erwerben. Ein absoluter Glücksgriff und eine absolute Rarität so eine Standseilbahn noch in praktisch ungeöffnetem Zustand zu finden.

Die BRAWA-Standseilbahn ist die genaue Nachbildung der Stuttgarter Standseilbahn von Heslach zum Waldfriedhof und wurde bis Ende 1980 von BRAWA produziert.

Eigentlich fast zu schade, die Packung aufzureissen und zu verbauen. Aber es muss sein! Der nächste Schritt ist daher die Anfertigung einer Holzkonstruktion um die Standseilbahn gemäss Anleitung aufzubauen.



Ersatzteilliste

Die Standseilbahn-Geschenkpackung besteht aus folgenden Einzelteilen (ohne Gewähr):

4 x 6412: Schienen, gerade (2 Paar)
1 x 6413: Ausweiche, 2-teilig
1 x 6414: Antriebseinheit, bergseitig
1 x 6416: Seilführung (€ 9,99)
1 x 6418: Wagen links, 60 mm
1 x 6419: Wagen rechts, 60 mm
1 x 6315: Untergestell für Antrieb
1 x 6317: Seilführung, talseitig
1 x 6320: Zugseil auf Rolle, 4 m
2 x 3530: Reedkontakte
1 x 6421: Umschaltkreis mit Geschwindigkeitsregulierung

Quelle: http://www.moba-trickkiste.de/wer-liefert-/bezugsquellen-n-artikel.html?id=272&task=view&total=2&start=0

Gewisse Ersatzteile sind noch immer über den Brawa Ersatzteilservice (ersatzteile@brawa.de) erhältlich!

Autoverladezug Steuerwagen BDt BLS

Eine Herbst 2020-Neuheit als Neuzugang auf meiner Anlage: Der längst überfällige Autoverladezug Steuerwagen von Hobbytrain. Der Wagen mit der Artikel-Nummer 23940 trägt die Betriebsnummer 50 63 82-33-949 3 und passt wunderbar zum bestehenden Autoverladezug.

Als Ergänzung zur Bildergalerie noch eine Videoaufnahme: