Es werde Licht!

Beim initialen Aufbau der Landschaft, Dörfer und Häuser haben ich (vermutlich unbewusst) vergessen, Lämpchen in die Häusern einzubauen. Damals war wohl der Anspruch nicht, eine Beleuchtung der Häuser und Strassen zu haben. Aus diesem Grund habe ich zwar Strassenlaternen eingebaut, aber ohne Elektrifizierung.

In der Zwischenzeit habe ich dann doch den Wunsch verspürt mit einer Beleuchtung der Häuser zu beginnen. So habe ich mich entschieden, das kleine Dorf auf dem Berg Licht zu verschaffen.

Das Problem

Das Problem war allerdings, wie kann ich Lämpchen von unten in die Häuser einführen, ohne die ganze Anlage komplett auseinanderzunehmen? Die Lösung: Von Oben mit einem Dachständer und einer Freileitung wie auf diesem Bild:

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachst%C3%A4nder

Nun musste ich mir folgende Artikel besorgen:

  • Strommasten
  • Dachständer
  • Lämpchen
  • Kabel/Draht

Dann habe ich mir überlegt, wie bekomme ich das Lämpchen mit Sockel in das zusammengebaute Haus, ohne das Haus oder Dach auseinanderzunehmen? Zumal die Dächer bei solchen Modellhäusern in der Regel sehr gut mit den Wänden verklebt sind.

Eine “kleinere” Beleuchtung musste gesucht werden. So fand ich kleine LED-Lämpchen mit Kuperlackdraht. Ideal! Ein kleines Ø 5 mm-Loch ist genügend und kann einfach in das Kunststoff-Dach gebohrt werden.

Für die Dachständer und die Strommasten habe ich die Telegrafenmasten von Auhagen gekauft. Der einfache Masten dient als Dachständer im Dach eingelassen, der andere zweibeinige Masten als Strommmasten.

Telegrafenmasten
Quelle: https://www.auhagen-shop.de/product_info.php?info=p430_telegrafenmasten.html

Das letzte Problem war, den Dachständer im Dach mit dem 5 mm-Loch zu befestigen. Hierzu habe ich mich im Baumarkt meines Vertrauens nach einem passenden Artikel umgeschaut und gefunden: Ein Abdeckstopfen 5 x 8 mm in dunkelbraun. Perfekt!

Den Abdeckstopfen habe ich dann seitlich aufgeschnitten um den Kuperlackdraht durchführen zu können und mit einer Vorstechahle ein Loch in den Stopfen gemacht, damit ich den Dachständer dort befestigen kann.

Die Konstruktion von Dachständer, Abdeckstopfen und LED mit Kuperdraht sieht am Ende so aus:

Das Ergebnis

Die oben gezeigte Konstruktion lässt sich nun in das Ø 5 mm-Loch einkleben und die beiden Kuperlackdrähte entsprechend von Haus wegführen.

Wie man im Bild sieht, werden die beiden Drähte der Häuser über die Strasse zum Strommasten geführt. Dort verschwinden sie in einem Loch nahe dem Masten in den Untergrund wo sie zum Trafo geführt werden.

Auch der Schnellimbiss an der hinteren Ecke hat ein LED bekommen (Allerdings von unten). Bei Dunkelheit sieht es natürlich besondern schön aus:

Brawa Trolleybus

Brawa produzierte von Mitte der 1950er-Jahre an Modell-Trolleybusse (Oberleitungsbusse). Diese wurden 1963 von der Firma Eheim übernommen und mit Überarbeitungen und Programmerweiterungen bis ins Jahr 2000 produziert. Die Trolleybusse der Epoche III wurden für die Nenngrössen H0 und N hergestellt, neue Fahrzeugtypen gab es nicht.

Im Internet finden sich zahlreiche Artikel zu diesen Modellen, meistens aber bezogen auf die Nenngrösse H0.

Begeistert von diesem Modelleisenbahnzubehör fand ich nach langer Suche eine sogenannte “Geschenkpackung” (Brawa 6002) mit einem Trolley-Bus, Oberleitungsmasten und Fahrdraht.

Mit dem vorhandenen Material habe ich auf meiner Anlage innerhalb des Kato UNITRAM-Kreises einen Trolleybus-Kreis aufgestellt wo der Trolleybus nun seine runden drehen kann.


Der IC2000 ist wieder da!

Was bisher gschah

Im September 2016 hatte ich ein Wagenset des IC2000 von Hobbytrain an einer Modellbahnbörse gekauft. Bereits damals waren einzelne Wagen bereits ausverkauft und so war ich umso mehr erfreut, als ich ein komplettes Set bestehenden aus

  • Steuerwagen
  • Zwei 2. Klasse-Wagen
  • Restaurant-/Bistrowagen
  • 1. Klasse Wagen
  • 1. Klasse Wagen mit Gepäckabteil (Endwagen)

ergattern konnte. Die Freude war allerdings nur von sehr kurzer Dauer. Schnell stellte sich heraus, dass die Wagen wegen des sehr kleinen Abstandes zwischen Unterkante Wagenkasten und Oberkante Schiene auf meiner Anlage mit Fleischmann R2 und den Brückenauffahrtsteilen am Geländer aufliegten. Ausserdem verkanteten die Drehgestellblenden an vielen unebenen Strecken.

Links die Blenden, rechts der niedrige Abstand Wagenkasten zu Gleis

Um die Probleme zu entschärfen habe ich dann

  • die Geländer der Auffahrtsteile abgetrennt
  • und den Abstand der Blenden zum Wagenkasten, mit Hilfe von Unterlagscheiben am Drehgestellzapfen, erhöht (Dank dem Blog-Beitrag von Matthias Haltiner)

Leider fuhr der Zug noch immer nicht reibungslos. Auch kuppelten Wagen immer wieder ab. So entschied ich mich am Ende das Wagenset nur einen Monat später wieder zu verkaufen. Leider.

Der Neubeginn

Seither sind drei Jahre vergangen und ich habe in der Zwischenzeit eine flache Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Kato-Gleisen gebaut. Dort kann nun jeder Zug fahren!

An der letzten Modellbahnbörse im Jahr habe ich dann ein neues Wagenset zu einem fairen Preis gefunden, gekauft, auf die Schienen gestellt und Freude gehabt. Es fährt!

Zu meiner Freude waren alle Wagen neu und von der neuen Serie von Hobbytrain die 2016 vorgestellt wurde. Die Wagen unterscheiden zur alten Serie im wesentlichen dadurch, dass sie mehr “Werbung” haben:

  • Der Steuerwagen hat die “Tickiland”-Bemalung
  • Der 2. Klasse-Wagen ist der s.g. “Stauwagen” mit SBB-Werbung
  • Der Restaurant-/Bistrowagen ist mit einem “Starbucks” ausgerüstet

Nun hat endlich zurückgefunden, was zurück gehört. Mein IC2000!

Der IC2000 auf der Kato-Strecke.

Fahrerlebnis aus der Lokführerperspektive

Ein Kamera-Wagen in Spur N für die Aufnahme von Videos aus der Lokführerperspektive.

Kamerawagen

Dazu habe ich mir folgende Mini-Kamera zugelegt: NIYPS Full HD 1080P. Die Kamera hat folgende Abmessungen:

Dazu ein Unterbau eines zweiachsigen Güterwagens und etwas Montageband (Doppelseitiges Klebeband ). Das Ergebnis sieht so aus:

Wie sieht es nun mit den effektiven Abmessungen nach NEM-Norm aus?

Breite: 2.2 cm (22 mm)
Höhe ab Schienenoberkante (SO): ca. 3.2 cm (32 mm)

Gemäss NEM 102 (siehe http://miba.vgbahn.info/morop/nem102_d.pdf) darf diese Höhe (HL4) in Spur N max. 33 mm betragen.

Die Breite (BL1) darf gemäss Norm max. 27 mm betragen. Damit erfüllt dieser Kamerawagen diese Anforderungen

Für die Videos habe ich eine verfügbare Lok vorgespannt.

Videos

Fahrt auf dem äusseren Kreis

Fahrt auf dem inneren Kreis

Fahrt vom äusseren Kreis via Abstellanlage auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke

Fahrt auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke

Fazit

Es funktioniert. Die Aufnahmequalität ist nicht die Beste, aber ich denke man erkennt was man erkennen soll. Am Ende ist es “just for fun” und damit ausreichend.

Da es nur sehr wenig passende Kameras für Spur N gibt, bin ich mit dem Ergebnis umso mehr zufrieden! Eine Optimierung könnte noch erreicht werden, in dem die Belichtung – vorallem in den Tunnelabschnitten – verbessert wird.

Städtelok “Stadt Basel”

Dieser Neuzugang lässt das Herz eines Basler Eisenbahnfreundes höher schlagen! Die Elektrolokomotive Ae 6/6 Städtelok mit dem Wappen “Stadt Basel”, der Schweizerischen Bundesbahnen. Mit Schweizer Lichtwechsel und einem Metalldruckguss-Fahrgestell.

Vorbild: Bereits 1955 begann die Erfolgsgeschichte der Ae 6/6, deren 120 Exemplare an die SBB abgeliefert wurden. Schnell erwiesen sie sich vor allem am Gotthard als die idealen Zugpferde, um die beständig anwachsenden Zuglasten in flotter Geschwindigkeit über die langen Rampen zu befördern, denn die langsamen “Krokodile” kosteten zu viel Zeit auf den stark ausgelasteten Streckenabschnitten. Rasch lösten die formschönen Ae 6/6-Kraftpakete die “Krokodile” und andere ältere Lokomotiven auf allen steigungsreichen Hauptstrecken ab. Die Ae 6/6 hat sich in den letzten Einsatzjahren einen Kultstatus erworben. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bei der SBB sind mehrere Lokomotiven museal der Nachwelt erhalten geblieben.

Vergleich mit Modell aus dem Jahr 1986

Bereits in meiner Sammlung ist ein gleiches Modell einer Ae 6/6: Die Kantonslok “Bern”. Dieses Modell wurde im Jahr 1986 produziert. Hier ein direkter Vergleich:

Links die Kantonslok der erste Serie mit Chrom-Zierleisten, rechts die Städtelok der zweiten Serie ohne Zierleisten.

Tram-Kreis mit Kato UNITRAM

Damit auch das vorhandene Tram-Rollmaterial entsprechend einen würdigen Unterbau hat, habe ich mich entschieden einen kleinen Kreis mit dem Kato UNITRAM-System zu bauen.

UNITRAM-Kreis von oben

In der Mitte des Kreises befindet sich die kleine Abstellanlage mit herkömmlichen Kato UNITRACK-Gleisen. Die UNITRAM- und UNITRACK-Gleise lassen sich wunderbar miteinander verbinden.

Zusätzlich hat innerhalb des Kreises auch die Trolleybus-Strecke ihren Platz gefunden.

Die Abstellanlage mit drei der vier Trams.

Damit für Wartungszwecke – und weil es einfach so schön passt – die Fahrzeuge auch den restlichen Teil der Anlage befahren können, gibt es noch einen Übergang zur Hochgeschwindigkeitsstrecke. Es gibt passende Übergangsschienen, obschon der Anschluss zwischen den beiden Gleissystemen grundsätzlich auch so gelingt.

Übergang von UNITRAM zu UNTRACK

Impressionen Fahrzeugpark

Flirt, Allegra und GTW geben sich ein Stelldichein.

Der neue Restaurantwagen von der Firma Pirata. Sehr gut gelungen!

Der Steuerwagen Typ DZt der Firma Eriam. Auch sehr gut gelungen, wenn auch in der Grösse zusammen mit den anderen Wagen etwas zu gross.

Ab 1957 bauten die SBB in mehreren Serien auf Untergestellen abgebrochener Personenwagen insgesamt 385 Stück des zweiachsigen Dienstbegleitwagens Db, von den Eisenbahnern in Anspielung auf die Beobachtungsfunktion „Sputnik“ genannt. Auch auf meiner Anlage verkehr ein solches Exemplar!

Nahaufnahme des Brawa Trolleybus.

Auch eine Seilbahn gehört natürlich zu einer “Schweiz”-Anlage.

Und zu guter Letzt hat sich auch noch die Aviatik ihren Platz gefunden.

Die Anlage zieht um!

Im Frühling 2019 musste die ganze Anlage an einen neuen Ort gebracht werden. Dieses “Pièce de résistance” hat aber den Umzug fast unbeschadet überstanden und war zum ersten mal auch unter freiem Himmel zu betrachten.

Vor dem Umzug musste das ganze Wagenmaterial zuerst transportsicher verpackt werden:

Am Tag des Umzugs konnte die Anlage als Ganzes fotografiert werden. Einmalig!

Am neuen Ort angekommen, hat die Anlage etwas mehr Platz bekommen. Eine Erweiterung war möglich! In einer U-Form um die Anlage herum entstand ein neuer Schienenkreis mit Anbindung an die bestehende Anlage auf der Ebene der bisherigen Abstellanlage.

Der Wand entlang entstand eine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die Schienen liegen auf “Betonschwellen” und haben eine überhöhte Schienenführung im Kurvenbereich. Die Züge neigen sich also beim Durchfahren nach innen.

Zudem entstand eine neue Abstellanlage für die Züge die primär auf der neuen ebenen Strecke fahren sollen. Es sind mehrheitlich die Hochgeschwindigkeitszüge und der amerikanische Amtrak-Zug (welcher mit den Fleischmann-Weichen nicht zurecht kommt) .